Ein schönes Moment des Exotischen brachte der Cutter Thomas Balkenhol ins Programm mit der Schilderung seiner Erfahrungen in der editorialen Betreuung von Dokumentarfilmen und seinem zwanzigjährigen „Kampf“ mit der speziellen TV-Ästhetik. Sein eher künstlerischer Ansatz verstieß dabei völlig gegen die TV-Norm.
Zum Thema Film im Museum - Luxus, Ärgernis und Notwendigkeit referierte Kurt Denzer seine Konzeption von Filmen, die eigens für das Mehrsprachen-Kino im Wikinger Museum Haithabu geschaffen wurden und dort seit 1985 laufen. Leitlinien sind ihm dabei, nichts im Film darzustellen, was das Museum mit seinen Mitteln besser kann. Höhepunkt dieses Programmpunkts war der Auftritt des Experimentalarchäologen Harm Paulsen vom Landesmuseum Schleswig, mit dem Denzer seit den 80ern Filme zur experimentellen Archäologie produzierte. Beide berichteten von ihrer Zusammen-Arbeit bei den Filmen für Schloss Gottorf, in denen in kurzen Stummfilmloops in Vitrinen Paulsens Vorstellungen von steinzeitlicher Bearbeitungstechnik bildlich dargestellt werden. Zu aller Überraschung zeigte Christoph Boekel einen 16mm-Film, den er 1975 über Harm Paulsen drehte und dessen steinzeitliche Technik, Feuer zu machen. Dr. Charlotte Trümpler stellte das Ausstellungs-Projekt Das große Spiel – Archäologie und Politik zur Zeit des Kolonialismus (1860 – 1940) vor, das 2010 im Weltkulturerbe Zeche Zollverein, Essen, entstand. Den Film über die Ausstellung, Das große Spiel, brachten die Autoren Rasmus Gerlach und Thomas Tode im Kommunalen Kino zur Ur-Aufführung.
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