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Dr. Tobias Wulf | 16.11.2011 | 1107 Aufrufe

"Was 'unsere' Geschichte ist, verändert sich gerade"
Überlegungen zur transnationalen Dimension historischer Forschung von Jürgen Kocka

Mit den Deutschen Historischen Instituten in London, Moskau, Paris, Rom, Warschau und Washington unterhält die von der Bundesrepublik finanzierte Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland (DGIA) einen weltweit einmaligen Verbund internationaler geschichtswissenschaftlicher Forschungseinrichtungen. Auf der Tagung "Perspektiven für die internationale Geschichtswissenschaft – Die Deutschen Historischen Institute im Ausland" am 12. September 2011 an der Humboldt-Universität zu Berlin richtete sich die Stiftung gemeinsam mit dem Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) an die Fachgemeinde, um über die Profile und Chancen der DHI's zu diskutieren. Ziel war es, neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit zwischen den Universitäten und den Deutschen Historischen Instituten herauszuarbeiten und die internationale Vernetzung der Geschichtswissenschaften zu unterstützen.

In den kommenden Wochen präsentieren wir auf L.I.S.A. einige Ausschnitte der Tagung. Den Anfang macht das Impulsreferat von Prof. Dr. Dr. h. c. mult. Jürgen Kocka.

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Kocka lehrte Geschichte an der Universität Bielefeld (1973–1988) und an der FU Berlin (1988–2009). Er leitete den Forschungsschwerpunkt Zeithistorische Studien in Potsdam, aus dem das Zentrum für Zeithistorische Forschung hervorgegangen ist, war Direktor am Berliner Kolleg für Vergleichende Geschichte Europas und Präsident des Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung. Seit 2008 ist Kocka Vizepräsident der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften.

Zu seinen Themenschwerpunkten gehören die Geschichte der Arbeiter und der Arbeit, die Geschichte des europäischen Bürgertums, Sozialgeschichte der DDR sowie theoretische Abhandlungen zur Sozialgeschichte und zur historischen Komparatistik. Zusammen mit Hans-Ulrich Wehler begründete er die so genannte Bielefelder Schule, die eine Historische Sozialwissenschaft gegen die traditionelle Geschichtswissenschaft setzte.

Mit seinem dezidiert international orientierten Blick auf die Geschichte verhalf Kocka vor allem der historischen Komparatistik zu wichtigen Impulsen. Seine Erwiderung auf Lutz Raphaels Beitrag in "Geschichte und Gesellschaft" geriet 2001 zum Ausgangspunkt einer umfassenden Rezeption des transnationalen Konzepts in Deutschlands, an der auch die Deutschen Historischen Institute, vor allem in Washington und London (Eckhardt Fuchs, Benedikt Stuchtey), einen entscheidenden Anteil hatten.

 

Eine Allianz zwischen Geschichtswissenschaft und Nationalstaat

Die Überschreitung des nationalgeschichtlichen Paradigmas

Zur Rolle der Auslandsinstitute

Einen vollständigen Mittschnitt der Tagung finden Sie unter http://www.perspectivia.net/content/publikationen/sektionen/2011-09-12

 

Eine Rückschau in Bildern finden Sie unter http://www.stiftung-dgia.de/166.html

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