Anmelden

Login

merken
Georgios Chatzoudis | 11.08.2014 | 1034 Aufrufe | Vorträge

„Europa in globaler Perspektive“ mit Barbara Stollberg-Rilinger und Sebastian Conrad

Akademievorlesung des Jahresthemas 2013|14 „Zukunftsort: EUROPA“

Die dritte Akademievorlesung „Europa in globaler Perspektive“ widmet sich mit Vorträgen zweier Professoren für Neuere Geschichte den Fragen nach Ursprung, Verbreitung und Gültigkeit der Aufklärung. Akademiemitglied Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger begibt sich auf die Suche nach den Ursprüngen der europäischen Einheit und findet sie etwa in der Konkurrenz der damaligen Dynastien begründet. Sie argumentiert: „Was man damals Europa nannte, gewann seine Konturen vor allem durch die permanente Konkurrenz unter den verschwägerten Dynastien. Die strukturelle Friedlosigkeit führte zur Ausbildung eines gemeinsamen Handlungsrepertoires, mit dem Konflikte angefangen, ausgetragen und beigelegt wurden.“

"Das Europa der Aufklärung – ein 'corps politique'?“, Prof. Dr. Barbara Stollberg-Rilinger, Wilhelms-Universität Münster

Videoreihe "Europa in globaler Perspektive - Jahresthema BBAW"

WESSEN AUFKLÄRUNG? GLOBALGESCHICHTLICHE PERSPEKTIVEN
Vortrag von Prof. Dr. Sebastian Conrad

Prof. Dr. Sebastian Conrad vertritt im Anschluss die These, dass die Aufklärung nicht nur „als ein europäisches Ereignis verstanden“ werden könne. Sein Vortrag zeichnet vielmehr dessen „globale Karriere“ nach und verweist auf die Auswirkungen dieser globalen Vernetzung auf das „Konzept der Aufklärung selbst“.

Die Diskussion - moderiert Prof. Dr. Jürgen Renn

Begrüßung und Einführung mit Prof. Dr. Jürgen Renn

Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive"

Wofür steht Europa? In den vorherrschenden Bildern und Imaginationen von Europa gelten normative Ansprüche auf Rationalität, Aufklärung, Liberalismus, Moderne, bürgerliche Gleichheit und universelle Menschenrechte als Entdeckungen bzw. Leistungen der europäischen Geschichte. Diese sogenannten europäischen Errungenschaften beanspruchen zudem eine weltweite Geltung. Doch ist die Selbstverständlichkeit dieser Annahmen historisch betrachtet haltbar? Welche alternativen Lesarten der europäischen Geschichte entstehen, wenn Europa in globaler Perspektive wahrgenommen wird?

 

Die Akademievorlesung "Europa in globaler Perspektive", die im Rahmen des Jahresthemas 2013|14 stattfindet, zeichnet die sich im Zeitraum von der frühen Neuzeit bis zur Gegenwart radikal verändernde Rolle Europas in der Welt nach. In Form von Doppelvorträgen werden transformative Epochen europäischer Geschichte aus gegensätzlichen Blickwinkeln neu betrachtet. Mit ihren binnen- und außereuropäischen Sichtweisen präsentieren Akademiemitglieder und Gäste alternative Lesarten, die eine universalistische Geschichtsschreibung in Frage stellen – zugunsten einer Vielfalt der Perspektiven.

PDF-Datei downloaden (2.4 MB)

Kommentar erstellen


BHOFF4