M.A. Christoph Julian Wehner

Angaben zur Person

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Ort
58452 Witten
Universität
Ruhr-Universität Bochum
Mitglied seit
02.03.2011
E-Mail
Links
Kurzvita

Seit Januar 2011 Promotionsstipendiat der Gerda Henkel-Stiftung mit dem Projekt „Nach den Katastrophen? Sicherheitsproduktion und Expertenwissen in Deutschland am Beispiel von Atomgefahr und Katastrophenversicherung, 1955-1986“

Seit September 2010 Freier Mitarbeiter der Dokumentations- und Forschungsstelle der Sozialversicherungsträger in NRW

Juni 2010 Master of Arts

2009 Mitarbeiter im Forschungsprojekt „Wiedergutmachung und Justiz“ des Justizministeriums NRW unter Leitung des Lehrstuhls sowie der Justizakademie Nordrhein-Westfalen

April 2008 - Dezember 2010 Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl für Zeitgeschichte

März 2008 Bachelor of Arts

April 2006- Dezember 2010 Erst Studentische, dann Wissenschaftliche Hilfskraft am Lehrstuhl
für Zeitgeschichte der Ruhr-Universität Bochum

Februar 2006 Praktikum in der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf

SoSe 2005 Studium der Geschichtswissenschaft und Philosophie an der Ruhr-Universität Bochum

1983 geboren in Schwelm

 

Wissenschaftliches Profil

Forschungs-
themen

Katastrophen- und Versicherungsgeschichte seit 1945, Wirtschaftsgeschichte als Kulturgeschichte, Umweltgeschichte

Aktuelles Projekt

Nach den Katastrophen? Sicherheitsproduktion und Expertenwissen in Deutschland am Beispiel von Atomgefahr und Katastrophenversicherung,1955-1986

Fachbereich
Zeitgeschichte, Umweltgeschichte
Publikationen

Tagungsbericht HT 2010: Grenzen der Sicherheit – Grenzen der (Spät-)Moderne?, in: H-soz-u-Kult, 20.11.2010.

Tagungsbericht Boycott and Embargo. The Political Uses of Economic Power in the Twentieth Century. 10.10.2008-11.10.2008, Bochum, in: H-Soz-u-Kult, 14.01.2009 [gemeinsam mit M. Böick].

Förderbeginn
01.01.2011


 

Das Promotionsprojekt widmet sich am Beispiel der Versicherung von Atomgefahren in der Bundesrepublik den Möglichkeiten und Grenzen staatlicher und nicht-staatlicher Sicherheitsproduktion in der jüngeren Zeitgeschichte. Die zunehmende Präsenz von Technik- und Umweltgefahren, die territoriale, soziale wie generationelle Grenzen gänzlich übersteigen, evozierte fundamentale Herausforderungen für die Herstellung von 'Sicherheit' in den unterschiedlichsten Bereichen moderner Gesellschaften. Dies gilt in besonderem Maße für die private Versicherungswirtschaft, der sich mit der Katastrophenversicherung im 20. Jahrhundert ein neues Kompetenz- und Konfliktfeld eröffnete. Die grundlegende Frage nach der Versicherbarkeit von Atomgefahren zielt indes nicht nur auf wirtschafthistorische Detailergebnisse ab, etwa indem anhand versicherungsarchivalischer Quellen geklärt werden soll, wie die Assekuranz Kernkraftwerke versichert hat; sie lässt sich analytisch vielmehr als Sonde nutzen, um weitergehend wesentliche Spannungsfelder staatlich-privater Sicherheitsproduktion nach 1945 zu diskutieren. Konzeptionell stellt das Projekt daher Synergien zwischen Wirtschafts- und Kulturgeschichte her: Versicherungen sollen als Produzenten und Anbieter einer spezifischen Risikoexpertise zwischen Ökonomie, Politik und Gesellschaft fokussiert und in eine breiter angelegte Sicherheitsgeschichte der Bundesrepublik eingebettet werden.