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L.I.S.A.video | 26.06.2014 | 3765 Aufrufe | Georgios Chatzoudis

Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau -
Das versunkene Burgenland (Deutschland)

EPISODE 3 | Der Fund im Aktenschrank

DE | EN
EPISODE 1
11.03.2010
EPISODE 2
05.04.2010
EPISODE 3
06.05.2010
EPISODE 4
03.06.2010
EPISODE 5
27.09.2010
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18.10.2010
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06.12.2010
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24.01.2011
EPISODE 9
21.03.2011
EPISODE 10
02.05.2011

Der Breisgau gehört zu ältesten historischen Landschaften Deutschlands. Im Mittelalter profitierten Fürsten, Städte und Klöster vor allem vom florierenden Handel in der Rheinebene und vom einträglichen Silberbergbau im Schwarzwald. Die finanziellen Haupteinnahmequellen waren entsprechend schützenswert. Umso erstaunlicher ist es, dass der Breisgau heute so wenig über den wichtigsten und sichtbarsten Ausdruck von Schutz und Macht verfügt - Burgen.

 

Woran liegt das? Was ist aus den Burgen geworden, die es hier einst gegeben haben muss? Das Phänomen der verschollenen Festungen macht Forschern schon seit Jahrzehnten im Breisgau zu schaffen. Viele Mauern und Türme sind durch die Ereignisse der Jahrhunderte komplett ausgelöscht. Eine Ursache dafür ist, dass der Breisgau und das Rheintal in der Vergangenheit immer wieder Durchzugsgebiet von Armeen waren - deshalb der besonders große Verlust.

 

Die Historiker Prof. Dr. Alfons Zettler und Prof. Dr. Thomas Zotz haben sich mit einem Team auf die Suche nach den verschollenen Burgen gemacht. Ihre Leitfragen: Wie viele gab es einst im mittelalterlichen Breisgau und wie finde ich sie? Ihr Forschungsziel: Eine wissenschaftliche Bestandsaufnahme über die Bastionen des Breisgaus. Ihre Methoden: interdisziplinäre Zusammenarbeit, detektivischer Spürsinn, zeitintensives Quellenstudium und Forschung vor Ort. Ihre Hoffnung: Nichts ist für immer verschwunden - Spuren bleiben, man muss sie nur erkennen und lesen.

 

Die Spurensuche im versunkenen Burgenland des Breisgaus haben die Forscher mit einer Videokamera gedreht.

 

Mehr Informationen zum Projekt finden Sie auf der Homepage der

Gerda Henkel Stiftung.

 

 

Projektleitung:

Prof. Dr. Alfons Zettler
Prof. Dr. Thomas Zotz

Ort:

Breisgau (Deutschland)

Kommentar

von Hartmut Nübling | 03.05.2010 | 23:12 Uhr
Sehr geehrte Damen und Herren,
weil ich mich über eine Eintrag in Wikipedia zur Burg Denzlingen geärgert habe, bin ich auf ihre Seite gestoßen. Meine Bitte: Könnten Sie über die Forschung zur "Burg Denzlingen" Kontakt mit Prof. Dr. Dieter Geuenich und Dieter Ohmberger aufnehmen. Wenn Sie etwas Neues gefunden haben, sind wir in Denzlingen höchst interssiert. Wenn aber Unwissende den Eintrag weiterverwende ohne die Rubriküberschrift zur beachten (Zweifelhafte Anlagen, nicht belegt) ist das mehr als ärgerlich. Ich sage mal: Es gab keine Herren von Denzlingen und keine Burg.
Mit freundlichen Grüßen
Hartmut Nübling
Wikipedia: Burg Denzlingen
Die Burg Denzlingen, auch Burg Maurach genannt, ist eine abgegangene Burg auf dem Mauracher Berg. Die Spornburg liegt an der Stelle der St. Severins-Kapelle auf dem östlichen Sporn des Mauracher Berges. Die Burg wurde vermutlich von den Herren von Denzlingen im 12. Jahrhundert erbaut und erwähnt. Von der ehemaligen Burganlage sind noch zwei Halsgräben erhalten.

Kommentar

von Martin Strotz | 04.05.2010 | 22:30 Uhr
Sehr geehrter Herr Nübling,

als Projektbeteiligter darf ich etwas Werbung in eigener Sache machen und auf den Artikel rekurrieren, der im Wikipediabeitrag als Quelle angegeben wird: Brigitta Gass, Denzlingen (EM), in: Die Burgen im mittelalterlichen Breisgau. I. Nördlicher Teil. Halbband A-K, hg. von Alfons Zettler/Thomas Zotz (Archäologie und Geschichte. Freiburger Forschungen in Südwestdeutschland Band 14). Darin werden die Indizien aufgelistet, die auf eine potentielle Burganlage hindeuten. Unter anderem zwei verschliffene Gräben, von denen mir zumindest einer noch im Gedächtnis präsent ist, als ich die Anlage vor rund 20 Jahren selbst besuchte. Nun sind diese deutlichen Anzeichen einer Wehranlage keineswegs datiert und die Autorin des Beitrages kommt zu einem Ergebnis, das im Konjunktiv formuliert wurde: „Sollte in Maurach eine Burg gestanden haben, so sind deren Erbauer wohl zuvorderst unter den Leuten des Bischofs zu suchen.“ (S. 91). Es ist also keineswegs zwingend, daß auf dem Mauracher Berg eine mittelalterliche Burg gestanden hat, es kann sich durchaus auch um eine urgeschichtliche Anlage gehandelt haben.
Aufnahme fand der Mauracher Berg in besagtem Burgenbuch, da in dem Projekt sämtlichen Hinweisen auf mögliche Burganlagen im Gebiet des Breisgaus in seiner mittelalterlichen Ausdehnung nachgegangen wird. Wie dann die Artikel rezipiert und die Ergebnisse in Wikipedia wiedergegeben werden, ist freilich eine andere Sache. Sich darüber aufzuregen lohnt jedenfalls nicht, da es dort keine fachliche Redaktion gibt, sondern jede/r sei er/sie nun qualifiziert oder nicht, vermeintliches Wissen einstellen kann. Ich selbst bin dort auch schon auf Phantomburgen gestoßen.

Mit freundlichen Grüßen

Martin Strotz

PS: Die neue Ortschronik von Denzlingen liegt mir nicht vor, und konnte hierzu nicht zu Rate gezogen werden.



Kommentar

von Marius Wehner | 18.03.2012 | 18:51 Uhr
Die Sache wird ja im Internet konträr gesehen, wie man hier http://de.wikipedia.org/wiki/Burg_Denzlingen und hier http://www.badische-seiten.de/denzlingen/burg-denzlingen.php sehen kann

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