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Georgios Chatzoudis | 17.08.2011 | 5098 Aufrufe | 3

"Zum Frühstück lese ich die Posts meiner Kollegen"

Interview mit Dr. Mareike König

Dr. Mareike König ist Historikerin und Leiterin der Bibliothek des Deutschen Historischen Instituts in Paris (DHIP). Sie hat die Tagung mit dem Titel "Im Netz der sozialen Medien: Neue Publikations- und Kommunikationswege in den Geisteswissenschaften“ organisiert und geleitet, die Ende Juni in Paris stattfand. Französische und deutsche Wissenschaftler präsentierten dort ihre Erfahrungen, Ansichten und Anwendungen aus dem Bereich "Social Media und Wissenschaft".

 

Wir haben Dr. Mareike König im Anschluss zu den Ergebnissen der Tagung und zu ihren eigenen Erfahrungen mit der wissenschaftlichen Nutzung sozialer Netzwerke befragt.

Zoom

Dr. Mareike König, Deutsches Historisches Institut in Paris (DHIP)

L.I.S.A.: Das Deutsche Historische Institut in Paris  (DHIP) hat vor kurzem eine Tagung über Möglichkeiten und Grenzen des wissenschaftlichen Einsatzes von Social Media veranstaltet? Worum ging es genau? Was wollten Sie mit der Tagung erreichen?

Dr. König: Die Idee dazu ist letztes Jahr entstanden, als sich die „I like“ und „Follow“-Buttons auf den wissenschaftlichen Websites häuften und mit academia.edu und researchGate auch soziale Netzdienste speziell für Wissenschaftler populärer wurden. Wir wollten wissen, wie es um den Einsatz von sozialen Medien in den Geisteswissenschaften in Deutschland und Frankreich bestellt ist und hatten uns für die Tagung eine Mischung aus Vorstellungen von Best-practice-Beispielen und soziologisch bzw. philosophischen Betrachtungen der sozialen Netze vorgestellt.

 

Die Tagung reiht sich in unseren Veranstaltungszyklus „Digital Humanities am DHI Paris“ ein, den wir seit 2010 organisieren und mit dem wir ein neues und vielversprechendes Format kreiert haben, das für historische Forschungsinstitute noch recht ungewöhnlich ist.

 

Besonders interessant erschien uns die Frage, inwiefern sich unsere gegenwärtige Wissenschaftskultur unter dem Einsatz der sozialen Medien ändert. Die wissenschaftlichen „Friends“ bei Facebook zum Beispiel, sind ja meistens keine Freunde, sondern Kollegen, die man oftmals persönlich gar nicht kennt. Es ändern sich aber auch Produktion und Verbreitung von Informationen. Wissenschaftler werden zur öffentlichen Diskussion, zu Kommentaren und zur gemeinsamen Weiterverarbeitung der Information angeregt. Gleichzeitig eröffnen neue kollaborative Projekte ganz andere Möglichkeiten der Zusammenarbeit und damit auch der wissenschaftlichen Erkenntnis.

 

Diese verschiedenen Punkte wollten wir ansprechen, ohne dabei aber einfach nur das hohe Lied des Web 2.0 zu singen. Im Obertitel der Tagung klingt das an: „Im Netz der sozialen Medien“, da steckt auch der Aspekt drin, in den sozialen Netzen gefangen zu sein. Mit dem key-note-Vortrag des niederländischen Medienforschers Geert Lovink hatten wir dann auch einen netzkritischen Auftakt zur Tagung.

Internetauftritt der Tagung
http://dhiha.hypotheses.org/25

PDF-Datei downloaden (164 KB)

L.I.S.A.: Welches sind die wichtigsten Ergebnisse der Tagung?

Dr. König: Zunächst einmal wurde die große Vielfalt und die Dynamik des bestehenden Angebotes an sozialen Medien und an wissenschaftlichen Projekten, die diese einsetzen, deutlich. Schön zu sehen war, wie die oftmals sperrigen Werkzeuge der sozialen Medien von den usern angeeignet und weiterentwickelt bzw. umdefiniert werden. Da ist viel Bewegung derzeit, und keiner weiß, wie sich in zwei, drei Jahren der tatsächliche Einsatz von beispielsweise google+, facebook und twitter in der Wissenschaft entwickeln wird.

 

Wir haben viel darüber diskutiert, wie soziale Medien den wissenschaftlichen Publikationsprozess „flüssiger“ machen können. Liquid publication war da das Stichwort: anstatt starre, feste, unveränderliche Veröffentlichungen, können Fragmente publiziert werden, diskutiert werden, wieder verändert und weiter entwickelt werden. Diese Präsentation von „Wissenshäppchen“ wird einerseits zwar kritisiert, andererseits erlaubt uns diese „Kultur des Fragments“, von der Klaus Graf sprach, früh in einen Dialog zu treten, Thesen zu testen und das in einem größeren Rahmen, als es traditionell beim Vortrag im Seminar oder vor Kollegen möglich ist.

 

Eine weitere Änderung für die Geisteswissenschaften bringt außerdem die „Kultur des Teilens“ mit sich, die durch die neuen sozialen Medien entsteht oder entstehen sollte, wie André Gunthert auf der Tagung forderte. Das gemeinsame Bearbeiten größerer Datenmengen oder Quellen beispielsweise in kollaborativen Projekten wäre hier zu nennen. Hinzu kommt die „Kultur der Anerkennung“ der Leistungen, die Wissenschaftler durch ihr Engagement in den sozialen Netzen bringen, um die es bisher noch schlecht bestellt ist. In diesem Zusammenhang wäre es auch wichtig, die Ausbildung der Studierenden im Umgang mit den sozialen Medien zu fördern und dies curricular in den Studienablauf einzubinden.

 

Wir haben außerdem festgestellt, dass sich Innovationsprozesse verschieben, weil die jungen „wilden“ Wissenschaftler oftmals Projekte an den Start bringen, für die sie von den eingesessenen Institutionen keine Unterstützung bekommen. Hier entsteht ein Spannungsverhältnis, von dem abzuwarten bleibt, wohin es tatsächlich führt. Das gilt im Übrigen auch für den Bereich unserer Sehgewohnheiten, die sich gerade in Richtung „Listen“ verschieben, weil das die häufigste Präsentationsform von Information in den sozialen Medien ist. In solchen Bereichen hat die Tagung mehr Fragen aufgeworfen, als Antworten gegeben, was allerdings bei einer Veranstaltung, die sich als Pulsmesser eines aktuellen, noch nicht ausgereiften Trends begreift, zu erwarten war.

 

Konsens war noch, dass mehr Forschung über unsere gegenwärtige Internetkultur und eine größere Reflektion über unser Tun im Netz notwendig sind. Interessant ist aus meiner Sicht auch, dass wir Datenschutzfragen und Probleme beim Schutz der Privatsphäre in den sozialen Netzen fast gar nicht diskutiert haben. Das scheint Wissenschaftler sehr viel weniger umzutreiben als Privatpersonen.

Zoom

Dr. Mareike König auf der Tagung am 27. und 28. Juni 2011

(Weitere Tagungsberichte finden sich auch bei H-Soz-u-Kult und bei FAZ.NET.)

L.I.S.A.: In den Geisteswissenschaften hat man den Eindruck, dass der Umgang mit dem Internet bzw. mit sogenannten Mitmachportalen noch nicht richtig in die Gänge gekommen ist. Sehen Sie das auch so? Und falls ja, woran liegt das?

Dr. König: Aus meiner Sicht ist der Umgang mit dem Internet auch in den Geisteswissenschaften längst an der Tagesordnung. Das Internet ist ein Arbeitsmittel, ohne das man sich den wissenschaftlichen Alltag gar nicht mehr vorstellen kann. Fast jeder Bibliothekskatalog ist ja mittlerweile webbasiert, die Kommunikation per Mail ist ebenfalls Standard. Generationenübergreifend wird im Internet recherchiert, wobei dahin gestellt sei, ob die zur Verfügung stehenden Instrumente immer ideal und kompetent eingesetzt werden. Also kurz: Die Geisteswissenschaftler sind, was das Internet anbelangt, sehr viel weniger hinter dem Mond, als manchmal kolportiert wird.

 

Mit den „Mitmachportalen“ sprechen Sie jedoch einen Bereich an, der sehr viel tiefer in unser tradiertes Verständnis von Wissenschaft und Forschung hinein reicht als nur der bloße Einsatz von Mail und Internet. Kommentarfunktionen werden oftmals wenig genutzt, weil sich Geisteswissenschaftler eben mit dem fragmentarischen, mit dem Äußern von noch nicht fertigen und mit vielen Fußnoten abgesicherten Meinungen schwer tun. Außerdem wird viele Wissenschaftler die fehlende Anerkennung davon abhalten, Zeit und Energie in die Veröffentlichung von Blogbeiträgen zu stecken. In Frankreich ist das übrigens etwas anders: hier haben wissenschaftliche Webblogs eine größere Akzeptanz als in Deutschland. Das zeigt sich schon daran, dass es mit hypotheses.org[1] eine Blogplattform speziell für Geisteswissenschaften gibt.

 

Eine Studie über Geisteswissenschaftler und das Web 2.0, die die Zurückhaltung belegen und evtl. Gründe auch für nationale Unterschiede liefern könnte, steht aber noch aus, so dass wir hier auf Beobachtungen und Vermutungen angewiesen sind. Bei anderen Web 2.0-Funktionen ist es vielleicht auch eine Frage des Arbeitsablaufes der Wissenschaftler, der bei der Erarbeitung dieser Dienste nicht genügend berücksichtigt wurde. Patrick Danowski hat das mit seiner Kritik am Social tagging für Bibliothekskataloge deutlich gemacht. Der Nutzen dieser Anwendungen für die Wissenschaftler muss deutlich werden. Alleine aus Altruismus versieht niemand einen ganzen Bibliothekskatalog mit freien Schlagwörtern.

 

Schließlich ist bei den Geisteswissenschaftlern das Teilen und gemeinsame Arbeiten nicht weit verbreitet. Historiker beispielsweise „schützen“ ihre Quellen und sind oft nicht bereit, diese auch anderen zur Verfügung zu stellen. Das gilt für den analogen wie für den digitalen Bereich: So manche Archivare blockieren einen kompletten Bestand für den Zugriff durch andere, weil sie selbst darüber einen Arbeit veröffentlichen wollen. Das bringt natürlich die Forschung nicht weiter. Hier ist ein Umdenken erforderlich, weg von der Konkurrenz hin zur Zusammenarbeit, das dann einsetzen wird, wenn sich die guten Erfahrungen mit kollaborativem Arbeiten oder auch mit crowdsourcing häufen werden. Vielleicht werden dann auch Geisteswissenschaftler das „sozial“ im Begriff soziale Medien wörtlich nehmen.

Deutsches Historisches Institut in Paris - auf der Straße und im Netz
http://www.dhi-paris.fr/

L.I.S.A.: Passen Geisteswissenschaften und interaktives Internet überhaupt zusammen? Haben Sie einige Beispiele?

 

Dr. König: Ja, sie passen sogar sehr gut zusammen, eigentlich wie andere Wissenschaften auch: Austausch, Diskussion, Erkenntisgewinn, Publikation, das ist die Basis für jede Wissenschaft und das kann man mit dem interaktiven Internet erreichen. Ein ganz banales Beispiel: Ich lese morgens schon zum Frühstück, was meine Kollegen, mit denen ich vernetzt bin, über die sozialen Medien wie Twitter oder google+ gepostet haben. Das ist oftmals interessanter und vor allem gezielter auf meine Interessen ausgerichtet als die tägliche Zeitungslektüre. Wie auch bei den wissenschaftlichen Blogs kommentiere ich Beiträge oder verbreite sie ebenfalls über meine Netze weiter. Auf diese Weise entspinnt sich manchmal eine sehr anregende Diskussion, in die sich mehrere Personen einschalten, und das ortsunabhängig. Auch das berühmte „Kaffeeautomatgespräch“ kann auf diese Weise virtuell stattfinden, ohne dass man im selben Institut, an derselben Uni arbeitet. Das sind natürlich nur Ergänzungen zu anderen Diskussion- und Publikationskanälen, aber sie nehmen an Bedeutung zu.

 

Neben social citation wie bei Zotero beispielsweise finde ich auch das Twittern bei Tagungen eine wirkliche Bereicherung. Zugegebenermaßen, das mag auch ablenken und man bekommt vielleicht nicht alles mit. Aber parallel entsteht auf diese Weise eine zweite Diskussionsebene, in der auch Links zu Texten oder Büchern gepostet werden, von denen die Rede ist. Die reale Diskussion wird damit im tatsächlichen Sinne durch Dokumente angereichert. Das ist, als ob es zum gesprochenen Wort eine Fußnote gäbe mit dem Literaturhinweis, den man gleich anklicken kann. Und man kommt so auch in ein „virtuelles Gespräch“ mit Forschern, die man persönlich gar nicht kennt.

 

Ein weiterer Bereich ist das gemeinsame Arbeiten an einem Projekt. Ein schönes Beispiel ist da PhotosNormandie[2]. Das französische Projekt hat die dokumentarische Beschreibung historischer Fotos von der Landung der Alliierten in der Normandie zum Ziel. Die Fotos stammen aus den US-amerikanischen und kanadischen Staatsarchiven und sind urheberrechtsfrei. Hier können Personen, die jemanden wiedererkennen oder einen Ort und ein Datum identifizieren, bei der Beschreibung des Bestandes weiter helfen. Das wird stark genutzt und hat zu sehr guten Ergebnissen geführt.

 

Schließlich kann man sich noch die schon erwähnte, französische Blogplattform hypotheses.org[3] anschauen. Das sind virtuelle Notizbücher, die entweder ein Projekt oder ein Seminar begleiten oder auch den Entstehungsprozess eines Buches, einer Dissertation. Die Wissenschaftler stellen Materialen zu einem Thema zur Verfügung, besprechen Bücher, Ausstellungen und veröffentlichen vorab Erkenntnisse und Thesen, die sie zur Diskussion stellen und dann weiter entwickeln. Ein schönes Beispiel dafür ist crimino corpus[4], ein französischsprachiger Webblog zur Justiz- und Kriminalgeschichte. Auf Facebook hat der Blog übrigens über 1.500 Follower, d.h. es handelt sich um eine riesige Community, die sich da austauscht.

L.I.S.A.: Wo sehen Sie den wissenschaftlichen Nutzen von Internet und Social Media für die Geisteswissenschaften, zum Beispiel für eine Disziplin wie die Geschichtswissenschaft?


Dr. König: Über den Nutzen von Internet allgemein für die Geisteswissenschaften könnte man eine sehr lange Liste aufmachen, die neben der täglichen Recherche, Datenbanken, retrodigitalisierten Dokumenten, Zeitschriften, eBooks und Mailverkehr bis hin zu Online-Publikationen, virtuellen Forschungsumgebungen, Visualisierung, Multimedia (z.B. Podcasts und Filme von Vorträgen) sowie Data Driven History reicht. Die Möglichkeiten sind ja schier endlos und entwickeln sich ständig weiter.

 

Bei den sozialen Medien stehen wie gesagt Kommunikation, Diskussion und Austausch einerseits, sowie gemeinsame Wissensgenerierung und kollaboratives Arbeiten andererseits im Vordergrund. Das kann in offenen oder geschlossenen Bereichen stattfinden. Einige Beispiele dazu habe ich ja bereits genannt. Diese könnte man noch ergänzen durch social bookmarking, Wikis, slide share oder social documents, wie es Dropbox oder Google docs anbieten. Schon jetzt ist zu beobachten, dass auch in den tendenziell eher zum Einzelkämpfertum neigenden Geschichtswissenschaften immer häufiger gemeinsame Forschungsprojekte auf den Weg gebracht werden. Das mag zum einen daran liegen, dass aufgrund der Zunahme an Forschungsliteratur ein Einzelner Publikationen und Quellen zu einem bestimmten Thema immer schwieriger überblicken kann. Zum anderen liegt es sicherlich auch daran, dass aufgrund der neuen Möglichkeiten überhaupt erst die Basis für ein gemeinsames Arbeiten auch über Räume hinweg geschaffen wurde.

 

Computer- und Internetgestütztes Arbeiten generiert auch neue Fragestellungen, die wir ohne diese Werkzeuge gar nicht hätten beantworten können und daher auch gar nicht erst stellen würden. Das ist gerade bei der Data Driven History deutlich, wo z.B. riesige Datenmengen von Wetterstationen verarbeitet werden und so zu neuen Erkenntnissen über Umweltgeschichte führen können.

 

Ein weiteres Beispiel wäre die gemeinsame Transkription von Texten, wie es beispielsweise bei Civil War Diaries Transcription Project gemacht[5] wird. Das sind nur einige wenige Beispiele, es gibt natürlich noch sehr viel mehr, Tendenz steigend.

Zoom

Facebook-Auftritt des DHIP
https://www.facebook.com/dhi.paris

L.I.S.A.: Was macht das DHIP zurzeit in Sachen Social Media? Wie aktiv ist das DHIP im Internet?

Dr. König: In Sachen Social Media kommunizieren wir seit einiger Zeit auf Facebook und Twitter mit unserer Fachcommunity. Damit erreichen wir vor allem viele Studierende, die sich über diese Kommunikation auf Augenhöhe freuen. Für unsere Aktivitäten im Bereich der digital humanities haben wir einen Webblog[6] eingerichtet, der auch die Tagung „Im Netz der sozialen Medien“ begleitet hat.

 

Allgemein ist das DHI Paris im Internet sehr aktiv, würde ich sagen. Gudrun Gersmann, unsere Direktorin, ist in Deutschland ja eine der Vorreiterinnen für Online-Publikationen im Bereich der Geschichtswissenschaften und außerdem eine starke Verfechterin des open-access-Gedankens. Das Portal Historicum.net[7] oder die Online-Zeitschriften sehepunkte[8] und zeitenblicke[9] sind beispielsweis von ihr mit initiiert worden. Unter Beteiligung des DHI Paris laufen derzeit mehrere Projekte: Anfang des Jahres ist recensio.net[10], eine Rezensionsplattform für die europäische Geschichtswissenschaft, online gegangen. Mit perspectivia.net[11] war das DHI Paris auch beim Aufbau einer Online-Publikationsplattform für die Institute der „Stiftung Deutsche Geisteswissenschaftliche Institute im Ausland“ beteiligt.

 

Als jüngstes Projekt schließlich ist gerade gemeinsam mit dem CIERA „Germano-Fil“ in Arbeit, ein Blog, der Informationskompetenz an französische Geisteswissenschaftler vermitteln will, die über Deutschland arbeiten und sich in der komplexen deutschen Bibliotheks- Archiv- und Internetlandschaft zurecht finden müssen. Im Herbst gehen wir damit an den Start. Das Pendant dazu – also die Erklärung der französischen Wissenschaftslandschaft für deutsche Geisteswissenschaftler – ist ebenfalls schon angedacht und wird sich hoffentlich auch bald realisieren lassen. Mit der zunehmenden Komplexität der Internetlandschaft in beiden Ländern wird diese Form des Transfers und der Vermittlung von Informationskompetenz immer wichtiger, was wir an den häufigen Anfragen bei uns in der Bibliothek merken.

Der Twitter-Auftritt des DHIP
http://twitter.com/#!/dhiparis

 


[1] http://hypotheses.org/

[2] http://www.flickr.com/photos/photosnormandie/

[3] http://hypotheses.org/

[4] http://www.criminocorpus.cnrs.fr/

[5] http://digital.lib.uiowa.edu/cwd/transcripts.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+DigitalHumanitiesNow+%28Digital+Humanities+Now%29&utm_content=Google+Reader

[6] http://dhiha.hypotheses.org/

[7] http://www.historicum.net/home/

[8] http://www.sehepunkte.de/

[9] http://www.zeitenblicke.de/

[10] http://www.recensio.net/front-page

[11] http://www.perspectivia.net/

Dr. Mareike König hat die Fragen der L.I.S.A.Redaktion schriftlich beantwortet.

Kommentar

von Wenke Richter | 17.08.2011 | 10:14 Uhr
Danke für das Interview. Ich kann die Einschätzungen bestätigen. Projekte jüngerer Wissenschaftler außerhalb tradierter Normen werden nur schwer von älteren Kollegen akzeptiert. Beispiel: ich habe mit einigen Freunden ein Fachjournal als Open Access gegründet, daß in meinem Institut keine Unterstützung erfahren hat - leider. Auch kenne ich nur sehr wenige junge Historiker, die Social Media aktiv für ihre Wissenschaft nutzen. Die Gründe für diese ablehnende Haltung oder auch Nichtbeachtung würden mich auch interessieren. Ich erkläre es mir zum Teil damit, daß die Möglichkeiten von Internetkommunikation und Digitalisierung noch nicht so weit im Fach akzeptiert ist, als das der zweite Schritt (soziale Medien) gegangen werden kann.

Kommentar

von Daniel Spielmann | 17.08.2011 | 11:31 Uhr
Interessantes Interview. Wie mir scheint existieren bisher noch keine tragfähigen Stategien, wie social media-Quellen (Blogbeiträge, Tweets, G+-posts, postings in Community-Foren usw. usf.) in wissenschaftlichen Arbeiten vernünftig zitiert werden können. Ich sehe aber gerade darin eine Notwendigkeit, wenn man mehr Wissenschaftler zu eigenen Beiträgen animieren möchte. Ich halte Zitierfähigkeit solcher Quellen außerdem v.a. da für wichtig, wo sie meine eigenen Lernprozesse maßgeblich mitbestimmen - und das ist bei mir inzwischen eher die Regel, als die Ausnahme.

Kommentar

von Oliver Tacke | 17.08.2011 | 11:54 Uhr
Ein schönes Interview, vielen Dank! Als gefühlter Fremdkörper im "altehrwürdigen" Umfeld der Geisteswissenschaften kann ich die geschilderten Eindrücke durchaus bestätigen.

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