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Neuester Beitrag

"Kaum Raum für eine reflektierte Beurteilung"

Interview mit Prof. Dr. Martin Warnke zu seinen Berichten über den Auschwitz-Prozess

Gut zwei Monate berichtete 1963 der damals frisch promovierte Kunsthistoriker Martin Warnke für eine Tageszeitung über den Auschwitz-Prozess in Frankfurt. Seine Artikel sind zuletzt erstmals zusammenhängend in einem kleinen Band erschienen. Darin setzt sich Prof. Dr. Martin Warnke in einem abschließenden Kapitel auch mit Fragen der Kunst- und Bildgeschichte auseinander, die sich aus seinen Erfahrungen mit dem Prozess ergeben haben. Wir haben den Träger des Gerda Henkel Preises 2006 interviewt.

Austerity / Austerität

"Debt may be 'Schuld' in German, but it's 'belief' in Italian and 'faith' in English"

Interview with Prof. Dr. Mark Blyth on the historical origins and current politics of austerity

Schon vor dem gestrigen Wahlsieg der griechischen Linken, als sich abzeichnete, dass der bisherige Ministerpräsident Antonis Samaras (Nea Demokratia) nicht wiedergewählt wird, wurde in Politik und Medien über die Folgen einer Regierung unter Alexis Tsipras (Syriza) spekuliert. Die Vorhersagen reichten von Untergangsszenarien bis zu Erlösungshoffnungen. Gemeinsam haben sie die Erwartung einer Abkehr vom bisherigen finanz- und wirtschaftpolitischen Kurs, der Griechenland und seine südeuropäischen Nachbarn vor allem zum Sparen zwingt und der unter dem Begriff Austerität bekannt ist. Der schottische Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Mark Blyth der Brown University in Provodence (Rhode Island, USA) hat unlängst ein kontroverses Buch über Austeritätspolitik verfasst, die er als...

Interview

Relaunch bei H-Soz-Kult

Interview mit Thomas Meyer über das neue Gewand von H-Soz-Kult

Mit mehr als 20.000 Abonnenten ist H-Soz-Kult die größte Plattform im Netz zur deutschen Geschichtswissenschaft. Sie stellt fachspezifische Rezensionen sowie Informationen beispielsweise zu Tagungen, Zeitschriften, Ausschreibungen und Studiengängen zur Verfügung - seit gut zwanzig Jahren. In Zeiten des sich beschleunigenden digitalen Wandels kommt das fast einer Epoche gleich. Heute spricht  kaum noch jemand vom Web 2.0, H-Soz-Kult ist selbst noch ein Kind des Web 1.0. Entsprechend hat sich die Berliner Redaktion schon vor einiger Zeit zur Aufgabe gesetzt, die Fachplattform mit einem umfassenden Relaunch an die aktuelle Onlinewelt anzupassen. Seit Ende des Jahres 2014 erscheint die Webseite in einem neuen Gewand. Wir haben Thomas Meyer, Redakteur und Programmierer bei H-Soz-Kult,...

Mediale Welten

Digitale Wissensspeicher: Brauchen wir freien Zugang zu Information?

Tagung "Mediale Welten" | Prof. Dr. Wolfgang Coy und Prof. Dr. Martin Grötschel im Gespräch

Die im Netz verfügbaren Informationen sind überwiegend frei abrufbar. Bezahlsysteme, beispielsweise von Zeitungs- oder Buchverlagen, erproben sich noch, haben sich aber bisher nicht durchgesetzt. Glücklicherweise, sagen auch Prof. Dr. Wolfgang Coy
und Prof. Dr. Martin Grötschel, die aus Perspektive der Wissenschaft, aber auch aus ethischen Gründen, einen freien Zugang zu Informationen fordern. Die Vermittlung und der Zugriff insbesondere auf Wissen bzw. wissenschaftliche Ergebnisse dürfe nicht einer Marktlogik unterworfen werden. Bleibt die Frage, wie die Bereitstellung der notwendigen Infrastruktur und die Produktionskosten von Wissen finanziert werden. Und: Welche technischen und rechtlichen Hindernisse stehen einem freien Informationsfluss noch im Weg? Der Journalist Harald...

Forschungsprojekt

"Nichts verstehen, unzufrieden sein, sich unendlich dumm vorkommen"

Interview mit Dr. Dirk Braunstein über Protokolle aus Theodor W. Adornos Seminaren

Ein Seminar bei Theodor W. Adorno zu besuchen war an verschiedene Herausforderungen geknüpft: Interesse an seinen Themen, ein Vorverständnis für seine Philosophie und Ästhetik sowie nicht zuletzt die Erstellung von Sitzungsprotokollen. Aus 56 Seminaren haben sich 480 Protokolle erhalten, und die Namen der Protokollanten lesen sich wie ein Who is Who bundesrepublikanischer Intellektueller. Dr. Dirk Braunstein vom Institut für Sozialforschung in Frankfurt a. M. hat sich dieser historischen Dokumente angenommen und arbeitet in einem von der Gerda Henkel Stiftung gefördertern Forschungsprojekt an einer Edition der Protokolle. Wir haben ihm unsere Fragen gestellt.

Debatte

"Islamfeindlichkeit hat sich in der Mitte etabliert"

Interview mit Dr. Naime Cakir über die Ursachen des Feindbildes Islam

Nach einer aktuellen Studie der Technischen Universität Dresden gehört der durchschnittliche Teilnehmer der sogenannten Pegida-Demonstrationen in der sächsischen Landeshauptstadt, bei der gegen eine angebliche Islamisierung des Abendlandes protestiert wird, der Mittelschicht an. Das vorherrschende Motiv sei allerdings nicht Islamfeindlichkeit, sondern eine generelle "Unzufriedenheit mit der Politik". Bleibt natürlich die Frage, warum ausgerechnet das Bild vom Islam als Katalysator für diese Unzufriedenheit offenbar funktioniert. Die Soziologin Dr. Naime Cakir vom Institut für Studien der Kultur und der Religion des Islam an der Goethe-Universität in Frankfurt am Main forscht zu den Ursachen von Islamfeindlichkeit in Deutschland und hat jüngst dazu eine Studie veröffentlicht....

Anmeldung bis 22. Februar

Die Zukunft der Wissensspeicher: Forschen, Sammeln und Vermitteln im 21. Jahrhundert

Tagung am 5. und 6. März 2015 | Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste, Düsseldorf

Die Produktion von Wissen, der Umgang mit Wissen, sowie das Verhältnis von Wissen und Information haben sich durch die Digitalisierung und die veränderten gesellschaftlichen Ansprüche im letzten Jahrzehnt stark gewandelt. Von diesen Entwicklungen betroffen sind letztlich alle Einrichtungen, die sich mit der „Ressource Wissen“ befassen, allen voran Archive, Museen, Bibliotheken, Universitäten und Forschungseinrichtungen. Viele Bereiche müssen neu strukturiert werden, um den digitalen und globalen Nutzungsanforderungen und der steigenden Informationsdichte gerecht zu werden. Dabei unterliegen aber nicht nur das institutionelle Umfeld, sondern auch unsere Wissenskultur, unser Wissensverständnis und unsere Wissensordnungen einem grundlegenden Wandel.

L.I.S.A.video

Bachs Thomaner

Episode 7: Richtig lesen

Den jeweiligen Verfasser von unsignierten Notenblättern herauszufinden, stellt sich als äußerst schwierig heraus. Wer waren die Thomaner, die Bach halfen, das Notenmaterial zu erstellen? Mit dem Vergleich von verschiedenen Handschriften gelingt es Prof. Dr. Wollny, die Notenschreiber herauszufinden. Eine Urheberschaft ist dabei besonders überraschend.