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Neuester Beitrag

Flucht nach Europa. Migration in historischer Perspektive

History@Debate | Der Webtalk der Gerda Henkel Stiftung und der Körber-Stiftung

2015 machten zwei verheerende Schiffsunglücke im Mittelmeer deutlich, dass die Vorstellung von einer „Festung Europa“ unhaltbar ist. Während Europa nicht mehr umhin kam, seine Verantwortung für das Schicksal der vor Krieg, Verfolgung und Not Flüchtenden anzuerkennen, markierte der April des Jahres 2015 zugleich den Beginn einer Flüchtlingsbewegung, die bis Ende des Jahres über eine Million Flüchtlinge über den Balkan nach Europa tragen sollte.  Wenn auch Migration und Integration in der Geschichte eher Konstanten als Ausnahmen darstellen, so führen die Dimensionen der aktuellen Flüchtlingssituation in den Gesellschaften Europas zu kontroversen Auseinandersetzungen, die unterschiedliche historische Erfahrungen und Wahrnehmungen spiegeln. Die Zeithistoriker Ulrich Herbert (Freiburg) und Michael Wolffsohn (München/Berlin) diskutieren über Migration in historischer Perspektive und wagen eine Einordnung der aktuellen politischen Debatten. Moderiert wird die Debatte von Martin Sabrow (ZZF Potsdam).

Körpergeschichte

"Die Kalorie ermöglichte eine neue Form der Selbstführung"

Interview mit Dr. Nina Mackert zur Geschichte der Kalorie

In Zeiten von Fitness-Trackern und Gesundheits-Apps scheint der Wille zur Selbstoptimierung heute allgegenwärtig. Die Kalorie spielt dabei eine wichtige und selbstverständliche Rolle – doch das war nicht immer so. Es lohnt sich daher, den historischen Blick auf die "Erfindung" der Kalorie und den Ursprung des Kalorienzählens ab Ende des 19. Jahrhunderts zu richten. Welchen Effekt hatte die Kalorie auf das Verhältnis der Menschen zu Ernährung und Gesundheit? In welche sozialen und kulturellen Entwicklungen war der Siegeszug der Kalorie eingebettet? Dr. Nina Mackert von der Universtität Erfurt beschäftigt sich mit diesen Fragen in Bezug auf die U.S.-amerikanische Geschichte. Wir haben sie dazu in unserem Interview befragt.

Debatte

Europas Flüchtlinge

Merkur-Gespräch vom 18.04.2016 im Haus der Kulturen der Welt, Berlin

Was die gegenwärtige Debatte um die Flüchtlingskrise so unübersichtlich und schwierig macht, ist unter anderem die Tatsache, dass rechtliche und politische Fragen sich in ihr auf komplexe Weise kreuzen und überlagern. Dazu kommt, dass weder die politischen noch die juristischen Fragen auf nationaler Ebene allein geklärt werden können, sondern auch auf europäischer und internationaler Ebene diskutiert werden müssen. Auf der Veranstaltung „Merkur-Gespräche 4: Europas Flüchtlinge“ diskutierten drei Juristen und zwei Politikwissenschaftler über die rechtliche und die politische Dimension der Flüchtlingsfrage, aus deutscher und europäischer Perspektive: Alexandra Kemmerer, Referentin und wissenschaftliche Koordinatorin am Max-Planck-Institut für Öffentliches Recht und...

L.I.S.A.video

Der Bibliothekar des Kaisers

Episode 2: Eine europäische Karriere - Rom

Im Jahr 1650 kam der spätere Hofbibliothekar Peter Lambeck nach Rom. Die Stadt war ein wichtiger Standort der Gelehrtenrepublik, doch sie war auch das Zentrum des Katholizismus. Für den protestantischen Peter Lambeck und seinen Werdegang spielten religiöse Faktoren fortan eine wichtige Rolle. Zwar wurde er durch die seine Anbindung an den Zirkel der Gelehrten und auch durch seinen Onkel Lucas Holstenius geschützt, doch sein Aufstieg in höhere Kreise wurde erst nach seiner Konvertierung möglich. Trotz der wenigen persönlichen Anmerkungen in Lambecks Korrespondenz geht die Historikerin Dr. Vittoria Feola diesen Entwicklungen nach. Im römischen Personengeflecht der 1660er Jahre findet sie auch einen Hinweis darauf, warum es Lambeck schließlich nach Wien zog.

Thomasius-Club

Audio: Gefährliche Bürger

Christoph Giesa zu Gast im Thomasius-Club am 02. März 2016

Die Journalisten Liane Bednarz und Christoph Giesa haben ein Buch über den Hintergrund des aktuellen Aufstiegs rechter Bewegungen wie Pegida oder AfD geschrieben. Sie untersuchen Phänomene der sprachlichen Subversion im öffentlichen Diskurs. So thematisieren sie ein Bürgertum, das autoritäres und antiliberales Denken für sich entdeckt. Bednarz und Giesa analysieren, wie die neue Rechte arbeitet, welche Strategien und welche Politik sie verfolgt. Wir fragten bei Ko-Autor Christoph Giesa nach.

L.I.S.A.unterwegs

Nepal - Zerbrechliches Erbe

Interview mit Niels Gutschow über Nepal ein Jahr nach den Erdbeben

Vor gut einem Jahr erschütterte eine Erdbebenserie die Region am Himalaya. Das Epizentrum des stärksten Bebens, das sich am 25. April 2015 ereignete, lag in der Nähe der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu. Nach Schätzungen starben infolge der Erdbeben allein in Nepal fast 10.000 Menschen - die meisten davon in den Trümmern eingestürzter Bauten. Bei den Erdbeben wurden zahlreiche bedeutende Kulturgüter zerstört oder stark beschädigt - darunter auch mehrere der berühmten und zum Weltkulturerbe gehörenden Pagoden, Tempel und Paläste in den drei Königsstädten Kathmandu, Bhaktapur und Patan. Diese sollen nun nach und nach wieder wiederhergestellt werden. Gemeinsam mit dem Auswärtigen Amt unterstützt die Gerda Henkel Stiftung mehrere Wiederaufbauprojekte in Nepal, unter anderen...

Film und Geschichte

„Humor ist eine ernste Sache!“ Überlegungen zur Analyse der Film-Unterhaltung

Vortrag von Jun.-Prof. Dr. Patrick Merziger | Konferenz "Film & Visual History"

Wie funktioniert Film-Unterhaltung? Diese Frage steht im Mittelpunkt des Vortrags von Jun.-Prof. Dr. Patrick Merziger von der Universität Leipzig. Zur Erörterung dieser Frage bezieht sich Merziger kritisch auf die bildimmanente Perspektive der Visual History. Vielmehr gelte es, aktuelle Modelle der Kommunikationswissenschaften einzubeziehen, um den historischen Kontext eines Filmes herausarbeiten zu können. In Massenmedien wie dem Spielfilm entstehe Bedeutung stets kommunikativ – "Unterhaltung" sei daher im doppelten Wortsinn zu verstehen. Diesen kommunikativen Ansatz demonstriert Merziger am Beispiel des Films Wir Wunderkinder (1958), einer der wenigen deutschen Komödien, die den Alltag im Nationalsozialismus thematisiert. Der Film wird in der Forschung kontrovers diskutiert, doch...

Ankündigung

Einladung zum Doktorandenstammtisch am 6. Mai 2016

Liebe Stipendiatinnen und Stipendiaten sowie Alumni der Gerda Henkel Stiftung,nach einer Pause während der Semesterferien laden wir Euch nun wieder zum Berliner Doktorandenstammtisch am Freitag, den 06. Mai ab 17 Uhr ein.Der Stammtisch findet wieder im Institut für Asien- und Afrikawissenschaften der Humboldt-Universität, Invalidenstr. 118 (Zugang: Schlegelstr. 26) im Raum 507 INV 118 statt.Für das Treffen ist die Präsentation eines weiteren sehr spannenden Promotionsprojektes mit anschließender Diskussion geplant. Anschließend werden wir Gelegenheit haben, uns in einer Kneipe oder einem Restaurant in der Nähe weiter auszutauschen.Es wäre schön, wenn Ihr uns per E-Mail eine Rückmeldung über die Teilnahme gebt (stammtischghs@gmail.com). Eine Anmeldung ist aber unverbindlich....