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Neuester Beitrag

Archäologie in Ägypten

Interview mit Prof. Dr. Stephan Seidlmayer, Träger des Gerda Henkel Preises 2014

Vor einer Woche ist in Düsseldorf der Ägyptologe und Direktor des Archäologischen Instituts in Kairo, Prof. Dr. Stephan Seidlmayer, mit dem Gerda Henkel Preis 2014 ausgezeichnet worden. Damit...

Veranstaltungstipp!

Öffentliche Ringvorlesung zur Gewaltgeschichte des Ersten Weltkriegs (Universität Bochum)

Montags, 16.00-18.00 Uhr, Bochum HGA 30 | Beginn 20. Oktober 2014

Unter Leitung von Professor Mihran Dabag bietet das Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum in Kooperation mit der Gerda Henkel Stiftung im laufenden Wintersemester eine Ringvorlesung unter dem Titel 1914/15. Weltkrieg, Massentod, Völkermord – „Gewaltdynamiken” im Blick der Forschung an. Die Vorträge sind frei für die interessierte Öffentlichkeit.
 
Im Rahmen der Ringvorlesung werden ausgewiesene Experten systematisch Einzelaspekte der Gewaltgeschichte des Ersten Weltkrieges diskutieren. Dabei werden die einzelnen Vorträge insbesondere die neue Qualität von Gewaltpraktiken und Gewalterfahrungen im Ersten Weltkrieg in den Blick nehmen sowie die Veränderung von Räumen und Regionen thematisieren. Zudem sollen insbesondere jene „anderen...

Religion und Politik

Audio: Zwischen Apokalypse und Utopie

Forscher untersuchen Zukunftsvisionen von der Antike bis heute – Öffentliche Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster ab 14. Oktober 2014 – Audio-Interview mit Germanist Dr. Christian Sieg

Die neue Ringvorlesung des Exzellenzclusters „Religion und Politik“ der Universität Münster befasst sich im Wintersemester 2014/2015 mit „Zukunftsvisionen zwischen Apokalypse und Utopie“. Über die Themen der interdisziplinären Reihe, die das Habilitandenkolleg des Exzellenzclusters organisiert, äußert sich Germanist Dr. Christian Sieg für die Veranstaltergruppe im Interview. Darin legt er dar, warum das 21. Jahrhundert in Literatur, Kunst und Politik keine positiven Gesellschaftsutopien mehr kennt, wie das 21. Jahrhundert stattdessen über die Zukunft nachdenkt, was „Utopie“ und „Apokalypse“ bedeutet und welche gesellschaftlichen Funktionen solche Zukunftsvisionen in der Geschichte hatten.

Archäologie

Didyma - Tavşan Adasi - Panormos

Zur Geschichte der Milesischen Halbinsel in der Südägäis

Neben den Orakel-Heiligtümern von Delphi, Dodona, Klaros oder Abai wird auch Didyma zu den bedeutendsten Orakelstätten der Antike gezählt. Im 6. Jh. v. Chr. wurde hier der monumentale Apollon-Tempel errichtet. Bis heute noch prägt er das Stadtbild des heutigen Didim an der türkischen Ägäisküste und zählt zu den größten Sakralgebäuden der griechisch-römischen Antike.
 
Ein archäologisches Kooperationsprojekt der Martin-Luther-Universität Halle, des Museums von Milet, des Deutschen Archäologischen Instituts und der Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften und der Künste macht es sich nun zur Aufgabe, nicht nur den Tempel weiter zu erforschen, sondern auch sein Umland.

Zwischenfazit WK I

"Clark hat den Konsens der 1980er Jahre aufgekündigt"

Rückblick mit Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld auf das Gedenken an den Ersten Weltkrieg

Es ist mehr als ein Jahr her, dass die deutschsprachige Ausgabe von Christopher Clarks "Die Schlafwandler" erschien und vor allem in den Medien leidenschaftlich diskutiert wurde. Auf sein Buch folgten viele andere, so dass bis heute fast jeder größere Verlag mit einer Publikation zum Ersten Weltkrieg auf dem Markt ist. Dazu zählt auch ein Band, den der Historiker Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld gemeinsam mit Prof. Dr. Gerd Krumeich - "Deutschland im Ersten Weltkrieg" - herausgegeben hat. In unserem Gespräch mit Prof. Dr. Gerhard Hirschfeld ziehen wir ein erstes Zwischenfazit nach einem Jahr Gedenken an den Ersten Weltkrieg.

Max meets LISA spezial

Was gewinnt und verliert die historische Forschung durch Science 2.0?

Max meets LISA spezial vom 50. Historikertag in Göttingen

"Gewinner und Verlierer" - so lautete das Motto des Jubiläums-Historikertags, der vom 23. bis zum 26. September in Göttingen stattgefunden hat. Diesem Leitmotiv stellte sich auch die Sektion "Neue Arbeitsformen in der Geschichtswissenschaft", in der aktuelle Projekte aus der Digitalen Geschichtswissenschafts vorgestellt wurden. In einem zweiten Teil diskutierten Beatrice Lugger, Dr. Mareike König, Prof. Dr. Rüdiger Hohls, Prof. Dr. Johannes Paulmann und Prof. Dr. Manfred Kintzinger über die Frage, was die historische Forschung gewinnt oder sogar verliert, wenn sie sich des digitalen Wandels annimmt.
 

Redaktionsnotiz
Leider fällt der Ton an zwei Stellen des Videos deutlich ab - von Minute 2:16 - 2:49 und 6:56 - 10:45. Das liegt daran, dass der Livestream an eben diesen beiden...

Theaterkritik

Ödon von Horváths Sprache als Kasperltheater

„Glaube, Liebe, Hoffnung“ im Frankfurter Schauspielhaus

Der Regisseur Kriegenburg hat in Frankfurt bisher nicht viel Fortune gehabt. Seine Goldoni-Inszenierung im Frankfurter Depot – der ausgelagerten Bühne des Schauspielhauses - wurde verrissen, von „Betrug“ an Goldoni und am Zuschauer wurde gesprochen. Wenn die Schauspieler, wie Hühner auf der Stange sitzend, skandieren: „Ich komm nach Haus, schau auf den Tisch, kein Fleisch, kein Fisch“, so mag man das noch lustig finden, wenn es allerdings zum Prinzip der Inszenierung wird, kann man sich ärgern. Auch Tschechows „Möwe“ fand – abgesehen von den Schauspielerleistungen - nur mäßigen Beifall. Lediglich die letzten zehn Minuten zeigten die Dichte und Atmosphäre eines Tschechow-Stücks.

L.I.S.A.video

Geheimdienst-Kulturen

Episode 8: Der Geheimagent und der Generalstab

Im Zweiten Weltkrieg konnte der britische Geheimdienst seine Wirksamkeit steigern. So wurden beispielsweise hochrangige deutsche Generäle, die im Latimer House in Buckinghamshire inhaftiert waren, ohne ihr Wissen abgehört. Dagegen hatte der deutsche Geheimdienst das Problem, dass Nachrichten aus unterschiedlichen Quellen nicht gebündelt werden konnten. Für die Forscher des Projekts "Geheimdienst-Kulturen" stellt sich auch die Frage, ob eine systematischere Sammlung von Informationen Kentnisse über die von langer Hand geplante alliierte Landung im Juni 1944 geliefert hätte.