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Neuester Beitrag

Afrika in Geschichte und Gegenwart

In der öffentlichen Wahrnehmung wird der afrikanische Kontinent meist mit humanitären Katastrophen wie Armut, Hunger oder Krieg verbunden. Ein anderes vorherrschendes Afrikabild ist dagegen nach wie vor vor kolonial geprägten und romantisierenden Vorstellungen geprägt: leere, weite Räume, eine urwüchsige Flora und wilde Fauna sowie traditionelle Naturvölker und Stämme. Dieses relativ einfache und einseitig vermittelte Bild aus europäischer Sicht entspricht nicht der Realität. Durch die in diesem Dossier gesammelten Beiträge werden verschiedene Aspekte Afrikas näher beleuchtet.

L.I.S.A.video zur Archäologie

Die Nekropole von Pergamon

Episode 3: Grabbauten

Bei den Grabungen in der Nekropole am Fuße der Akropolis von Pergamon machen die Forscherinnen und Forscher viele, oft kleinteilige Entdeckungen. Sie lassen erkennen, dass es in der römischen Kaiserzeit eine Vielzahl von Bestattungsformen gab. Diese erlauben den Archäologen Rückschlüsse auf die soziale Schichtung im antiken Pergamon. Um die neuen Funde mit früheren Grabungsobjekten abzugleichen, untersucht die Archäologin und Ausgrabungsleiterin Dr. Ute Kelp Nekropolen und Grabbauten im näheren Umfeld der heutigen Stadt Bergama.

Conference Diplomacy

Who is In and Who is Out? - Inclusion and Exclusion in European Conference Diplomacy, 1815-2015

Conference Speech by Dr. Stella Ghervas

Whenever diplomatic conferences have taken place after a large European war there was one major question: who should be invited to participate in it, and who should not?
This question has presented itself again and again to the former belligerents. Or, in other words and more precisely, why should one party be allowed to participate, and why should they not participate? Are there criteria for narrowing down the number of participants, and conversely for enlarging it? Dr. Stella Ghervas, Visiting Scholar at Harvard University’s Center for European Studies and Senior Fellow at the Maison des Sciences de l’Homme d’Aquitaine in Bordeaux, tries to find some answers on these crucial questions. In her speech, she focuses particularly on the Vienna order and then draws parallels with...

Film und Geschichte

"Überlegenheitsphantasien einer weißen deutschen Kultur"

Interview mit Dr. Pablo Dominguez Andersen über Filmstars zwischen den Weltkriegen

Vom Vorreiter des filmischen Expressionismus in den 1920er Jahren zum Propaganda-Instrument im Nationalsozialismus – der deutsche Film hat in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts eine wechselvolle Geschichte durchlebt. Wenig erforscht ist dabei die Bedeutung der Schauspielerinnen und Schauspieler selbst. Diese erreichten mit zunehmender Beliebtheit des Mediums Film erstmalig das, was heute selbstverständlich erscheint: als Stars verehrt zu werden. Warum wurden bestimmte Filmstars zu je spezifischen Zeiten populär? Welche Schlüsse lassen sich daraus für die Gesellschaft ziehen, der sie entstammten? Dr. Pablo Dominguez Andersen hat sich diesen Fragen in seiner Dissertation gewidmet. Darin hat er herausgearbeitet, wie Filmstars des deutschen Kinos historische Diskurse buchstäblich...

Zukunft des Buches

Open Access für Monographien

Vortrag von Dr. Susanne Dobratz | Tagung "Offene Lizenzen in den Digitalen Geisteswissenschaften"

Die Monographie in Form des gedruckten Buchs, das auch noch in einem renommierten Verlag erscheint, ist bis heute der Goldstandard in der Wissenschaft. Doch was wird daraus, wenn Monographien künftig das Etikett "Open Access" tragen? Sind sie damit als minderwertigere Monographien abgestempelt? Oder ist das Gegenteil denkbar? Könnte sich sogar die freie Verfügbarkeit zu einem Prädikatnachweis entwickeln? Die Informatikerin Dr. Susanne Dobratz erläutert in ihrem Vortrag, welche Vorteile Open Access für Monographien haben kann, welche Möglichkeiten freie Veröffentlichung bieten und welche Standards es auch dabei zu beachten gilt.

Debattenbeitrag

Frankreichs Front National und der Kampf um Bilder

Nach dem Terroranschlag von Paris erschien bei L.I.S.A. ein Interview mit dem Passauer Professor Thomas Knieper, das den Titel Ein Krieg um Bilder? trug. Der Kommunikationswissenschaftler unterzog darin die in den Medien verbreiteten Bilder einer detaillierten Analyse. Das Thema ›Krieg um Bilder‹ soll hier aufgegriffen und um die Komponente der Okkupation und politischen Instrumentalisierung historischer Leerstellen im kollektiven Gedächtnis erweitert werden. Dazu ist der Blick auf Bilder zu richten, die erneut in Frankreich produziert worden sind. Anders als die weltweit beachteten Bilder nach dem Attentat haben die jüngsten über das Herkunftsland hinaus zwar kaum Beachtung gefunden, ihnen dürfte nicht zuletzt wegen der sich in Europa auf vielen Feldern zuspitzenden Lage aber...

Max meets LISA

Höher, weiter, digital - wo bleibt die Wissenschaft?

Max meets LISA spezial auf der Tagung "Die Zukunft der Wissensspeicher"

Die Bandbreite an technischen Möglichkeiten sowie die Versuchung, diese für möglichst alle Lebensbereiche nutzbar zu machen, wird größer. Das gilt nicht zuletzt für die Wissenschaft, die von ihrem Selbstverständnis her nach immer mehr und letztlich nach höherer Erkenntnis strebt. Helfen soll ihr dabei die neue digitale Sphäre, bespielsweise über digitale Werkzeuge, Funktionen, Speicher oder Kommunkationsmittel. Kritiker sehen in dieser Entwicklung eine Gefahr für die Wissenschaft insgesamt, die sich in der schönen neuen digitalen Welt verliere und Forscherinnen und Forscher an den Rand ihrer Kapazitäten dränge. Ist das wirklich so? Sind die Chancen, die sich durch den Einzug des Digitalen ergeben, nicht größer als die Risiken? Zum Abschluss der Tagung Die Zukunft der...

Digital Past

"Wir haben schlicht die Quellen sprechen lassen"

Interview mit Moritz Hoffmann über das Projekt @digitalpast zum Ende des 2. Weltkriegs

Das Ende des Zweiten Weltkriegs in täglichen Tweets zu erzählen, ist unmöglich. Dafür ist die Abfolge der Ereignisse kaum zu überschauen, die Bedingtheit des einen durch das andere zu komplex. Trotzdem hat sich ein Kollektiv aus fünf jungen Historikerinnen und Historikern der Herausforderung gestellt, über den Kurznachrichtendienst Twitter an das Kriegsende von Januar 1945 bis zum 8. Mai in ausgewählten Tweets zu erinnern. Wir haben dem Initiator des Projekts @digitalpast Moritz Hoffmann, der Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Seminar der Universität Heidelberg ist, unsere Fragen gestellt.